Paradigmenwechsel

In mehr als fünfzig Jahren ist es der Zahnmedizin mit ihrer mechanischen okklusionsbezogenen Herangehensweise bei CMD nicht gelungen, Konzepte zu entwickeln, die evidenzbasiert (beweisgestützt) ihre Brauchbarkeit beweisen konnten. Die Evidenz ist zu dürftig, um in den Leistungskatalog der GKV aufgenommen zu werden.

Paul Watzlawick, in seinem Buch „Lösungen“, nennt dies „Lösungsversuche erster Ordnung“.
Dabei wird das Verfahren nicht in Frage gestellt (mechanisch, um im Bild zu bleiben) und geglaubt, man muss nur die diagnostischen Hilfsmittel verfeinern, um zum Ziel zu kommen.
Bei CMD kann man das Beharren auf das Verbessern der Mechanik (Okklusion) als „selbst immunisierende Annahme“ bezeichnen, oder anders „Lösungsversuche mit einer Einschränkung, damit sie nicht überwindbar ist.“

Was man aber braucht sind „Lösungen zweiter Ordnung“ solche, die die Vorannahmen der ersten in Frage stellen und überwinden.

Das erfordert einen Intellektuellen Purzelbaum, und die Exponenten der Mehrheitsmeinung sind dazu nicht bereit oder in der Lage und der Grund, warum die Schulmedizin in fünfzig Jahren bei CMD einer Lösung nicht näher gekommen ist.

Im Sinne von Wilhelm Roux (Begründer der funktionellen Orthopädie) hat Prof. Fränkel als Kieferorthopäde diesen nötigen Purzelbaum geschlagen und in seinen Arbeiten deutlich gemacht, dass funktionelles orthopädisches Handeln sehr viel wichtiger ist, als mechanische Lösungen zu suchen.

In dieser Tradition steht die kausale CMD- Therapie mit dem „Relaktor“ und ist nach Paul Watzlawick eine Lösung „zweiter Ordnung“, die die Vorannahmen der ersten in Frage stellt und überwindet.

Wäre der mechanische Ansatz der Schulmedizin richtig, hätte sie längst eine Lösung gefunden, soviel Vertrauen habe ich in die Schulmedizin.