Interessierte Behandler

Behandler, die interessiert sind und ihren Patienten den Relaktor anbieten möchten.

Der Zahnarzt ist es gewohnt von der Okklusion ausgehend zu denken. Der Relaktor ist ein von der Muskulatur her gedachtes Gerät, was ein Umdenken erforderlich macht und für den Praktiker erst mal irritierend ist.

Eine gute Kommunikation ist notwendig um zufriedenstellend mit dem Relaktor zu arbeiten.

Notwendige Informationen für die Herstellung:

Um einen Relaktor herstellen zu können reicht es nicht aus Modelle, wie sie es aus der Prothetik gewohnt sind, zu liefern.

Es müssen die Zähne und der Knochen (ansatzweise) sichtbar sein.
Hier finden sie, im Kapitel Abformen, wie idealerweise Abdrücke für den Relaktor gemacht werden:
Der Funktionsregler nach Fränkel Typ FR-3 Teil I: Grundlagen und… (PDF)

Normalen Hartgips verwenden, sie müssen bearbeitet werden um die Umschlagsfalte abbilden zu können.

Bilder vom Patienten, von vorne, linkes Profil und rechtes Profil. Mit entspannt geschlossenem Mund und aufrechter Kopfhaltung.

Messen  der Umschlagsfalte (Holzspatel) und Ansätze von Lippen-und Wangenbändchen genau lokalisieren.

Aufwand mit etwas Übung dreißig Minuten.

Beim einsetzen sind gegebenenfalls die im Mundvorhof liegenden Kunststoffschilde und Pelotten in ihren Höhen zu korrigieren. Es muss gelingen, dass der Relaktor angenehm, ohne den Lippenschluss zu behindern, im Mund liegt. Besonders ist darauf zu achten, dass die Wangenbändchen das Gerät nicht verspannen und genügend freigeschliffen sind. Bereits leichte Verspannungen des Geräts durch die Wangenbändchen genügen um Kopfschmerzen, Migräne und Schmerzen der Halswirbelsäule auszulösen. (Zeitaufwand gering)

Kosten:

Der Relaktor kostet 600.-EUR. In der Praxis Dr. Reif gibt es nach dem einsetzen zwei Kontrolltermine jeweils im Abstand von einer Woche, dann einen weiteren Termin nach zwei Monaten.

Bisher wurde kein Antrag auf Kostenerstattung bei Privatkassen abgelehnt. Auch für Kassenpatienten ist es sinnvoll den Verlauf zu dokumentieren und einen Antrag auf Kostenerstattung zu stellen. Wichtig ist der Hinweis, dass es sich beim Relaktor um eine „funktionelle orthopädische Therapie“ handelt, er ist ein reines Gymnastikgerät.